JACOB WIRTH CO.
EIN DEUTSCHES RESTAURANT


Daß dieses Restaurant mit anti-deutschen Gefühlen vor, zwischen und nach den Weltkrieg kämpfen mußte, und daß es dennoch immer noch in Boston ist, ist ein Beweis für die Beliebtheit des Restaurants. Dieses Restaurant war so beliebt, daß viele Studenten, die an Harvard in den Zwanziger- und Dreißiger Jahren studierten, ein kurzes Buch über Jake Wirth's Co. schrieben, das "A Seidel for Jake Wirth" heißt. Hier gibt es ein paar Zitate aus diesem Buch:


    Zuerst lernte ich das Restaurant kennen, als ich vor 41 Jahren an Harvard war. Es war damals üblich, wie auch früher und nachher, daß Studenten, die des Essens der Uni überdrüssig wurden, mit der U-Bahn nach Park Street fuhren und zu Jake Wirth’s liefen. Dort, in einem vergnügten, lärmenden Saal mit senfgelben Wänden und Sägemehl auf dem Boden, konnte man verschiedene günstige Speisen bekommen. Schweineknöchel, gekochten Speck, Bratwurst, Sauerbraten, alles mit Sauerkraut und Bier, und danach einen Apfelstrudel oder Limburgerkäse, wurden von allen genossen.”

      - Walter Muir Whitehall
      “A Seidel for Jake Wirth”
advert.JPG - 63.6 K
    Als vor 30 Jahren das Schild ‘Meine Damen, bitte nicht rauchen’ herunterkam, wurde mit dem Schild ‘Sauerbraten Mittwoch’ ohne einen sichbaren Unterschied die moralische Stimmung des Restaurants wiederhergestellt.”

      - Walter Muir Whitehall
      “A Seidel for Jake Wirth”
bar.JPG - 70.0 K
    Ich würde es durch das Geklapper des Geschirrs, das Geschrei des Kellners, den Knall des Zinnservierbretts und den Klang der Biermaße erkennen. Ich würde es durch den Duft, der aus dem Restaurant kam, erkennen; eine Gärung von Sauerkraut und Sägemehl, schaumigem Bier und Roggenbrot, Sauerbraten und Bratwurst, Apfelstrudel und Rindfleisch, Fischsuppe und Freundschaft.”

      - Francis Whiting Hutch
      “A Seidel for Jake Wirth”

Zurück zur Leitseite