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DER WEG IN DIE EINHEIT


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Hans Modrow wird neuer DDR-Ministerpräsident (17. 11. ). Bundeskanzler Helmut Kohl legt in Bonn sein 10-Punkte-Programm für eine föderative Struktur beider deutscher Staaten mit dem Ziel der Wiedervereinigung vor (28.11.). Der Plan findet weltweit große Beachtung und Unterstützung. Am 7. Dezember treffen sich erstmals Vertreter der fünf ehemaligen Blockparteien mit führenden Vertretem von Oppositionsgruppen an einem 'Runden Tisch". Sie fordern die SED-Regierung auf, den Staatssicherheitsdienst aufzulösen und freie Wahlen durchzuführen. Kohl und Modrow besprechen die deutsch-deutsche Vertragsgemeinschaft (l9.12.).

Die Parteienlandschaft in der DDR verändert sich. Die SED versucht ihrer Vergangenheit zu entfliehen und ändert den Namen in''Partei des Demokratischen Sozialismus'' (PDS). Die ehemaligen Blockparteien bemühen sich um ein eigenständiges Profil. Die Sozialdemokraten organisieren sich, neue Strömungen formieren sich. Modrow nimmt acht Minister aus den Oppositionsparteien in die "Regierung der Nationalen Verantwortung" auf (5.2.90).

Zwei Tage später wird in Bonn unter Vorsitz von Bundeskanzler Kohl der Kabinettausschuß "Deutsche Einheit" gebildet. Bonn bietet der DDR Verhandlungen über eine Währungsunion an. Am 1. März erklärt die aus dem Demokratischen Aufbruch (DA). der Deutschen Sozialen Union (DSU) und der CDU gebildete "Allianz für Deutschland", sie wolle die Einheit durch Übernahme des Bonner Grundgesetzes.

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